Die Spiegelreflex-Technologie

 

Die Geschichte der Spiegelreflexkamera lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Bereits 1686 beschrieb der deutsche Optiker Johann Zahn das Spiegelreflex-Prinzip, nach dem ein Bild durch eine Linse auf einen Spiegel gelangt, welcher das Motiv reflektiert und auf eine waagerechte Einstellscheibe umlenkt. 1861 konstruierte Thomas Sutton die erste einäugige Spiegelreflexkamera nach diesem Prinzip. Solche großformatigen Spiegelreflexkameras wurden noch bis weit ins 19. Jahrhundert hinein in zahlreicher Ausführung gebaut. 1936 wurde auf der Leipziger Frühjahrsmesse dann die weltweit erste, von Karl Nüchterlein konstruierte Kleinbild-Spiegelreflexkamera vom Ihagee Kamarawerk Dresden vorgestellt.

Grundsätzlich werden einäugige und zweiäugige Spiegelreflexkameras unterschieden. Die zweiäugige Spiegelreflexkamera verfügt über zwei Objektive - eines zum Fotografieren und ein zweites, welches das Bild auf der Mattscheibe abbildet. Am geläufigsten sind jedoch die einäugigen Spiegelreflexkameras, welche nur ein Objektiv besitzen. Durch den Auslösemechanismus wird bei der Aufnahme der Spiegel weggeklappt, wodurch das Motiv auf den Sensor projiziert wird. Dieses alte Verfahren findet auch noch heute bei den modernen digitalen Spiegelreflexkameras Anwendung.