Digitale Spiegelreflexkameras
Die erste digitale Kleinbild-Spiegelreflexkamera, die professionellen Anforderungen genügen sollte, wurde 1995 von Minolta auf den Markt gebracht. Vom mechanischen Aufbau her sind die digitalen Spiegelreflexkameras ihren analogen Pendants sehr ähnlich, jedoch beherbergen sie anstelle eines Films einen Bildsensor. Gegenüber ihrer Vorgängerin hat die digitale Spiegelreflexkamera alle Vorzüge der digitalen Fotografie aufzuweisen. Das Filmmaterial muss nicht erst entwickelt werden, so dass die Bilddaten unmittelbar verfügbar sind. Mittels einer Speicherkarte kann eine große Anzahl an Bildern aufgenommen werden. Zudem können missratene oder fehlbelichtete Aufnahmen gleich erkannt werden, da ein unmittelbares Betrachten der Bilder möglich ist. Die Untersuchung auf Unter- oder Überbelichtung erleichtert die Einblendung eines bei vielen Kameras verfügbaren Histogramms.
Aber auch gegenüber digitalen Kompaktkameras bieten digitale Spiegelreflexkameras dank ihrer altbewährten Technik viele Vorteile. Die Bildqualität ist besser, da Spiegelreflexkameras über einen größeren Aufnahmesensor verfügen und deshalb weniger anfällig für Bildfehler sind. Außerdem stehen Spiegelreflexkamera-Fotografen viel mehr Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Zwar besitzen digitale Spiegelreflexkameras genau wie Kompaktkameras Autofokus und Automatikfunktionen, die eine vereinfachte Bedienung ermöglichen, jedoch verfügen sie auch über viele zusätzliche Knöpfe, mit denen sich individuelle Einstellungen vollziehen und spezielle Effekte erzielen lassen. Weiterhin ermöglichen eine Vielzahl an wechselbaren Objektiven mit Unterschieden in Abmessung, Blende und Brennweite auch ein situationsangepasstes Fotografieren. Schließlich hat die digitale Spiegelreflexkamera gegenüber der Kompaktkamera den Vorteil einer höheren Geschwindigkeit bei der Bildaufnahme, was vor allem das Fotografieren bewegter Motive erleichtert.